E-Commerce – Ein Trend ist längst Realität

Entwicklung der Umsatzzahlen: E-Commerce seit 2000E-Commerce – das war vor gut 15 Jahren die sprichwörtliche Spitze des Eisberges. Mit einem Anteil von gerade einmal 0,6 Prozent am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels, war der Onlinehandel um die Jahrtausendwende eher ein Nebenschauplatz. Doch mit dem Ausbau des Internets und der Weiterentwicklung der Endgeräte stieg der Anteil kontinuierlich. Im Jahr 2014 schloss der Einzelhandel in Deutschland mit einem Umsatz von 459 Milliarden Euro ab, der E-Commerce hatte daran bereits einen Anteil von 8,5 Prozent. Ein Trend, der auch in Zukunft anhalten wird und sowohl Handelsunternehmen als auch Versanddienstleister unter Druck setzt.

Einfluss des Onlinehandels auf die Versandhandelsbranche

Auch wenn die enormen Wachstumsschübe der vergangenen Jahre abgeschwächt sind und der Onlinehandel kleinere Schritte geht als zuvor, sind die Prognosen weiter steigend. Nach einem leichten Knick im einstelligen Bereich, erwartet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) für 2015 wieder ein zweistelliges Wachstum von 12 Prozent. Eine Stagnation dieses Trends ist, angesichts der steigenden Anzahl der Smartphone-Nutzer und der wachsenden Verfügbarkeit eines schnellen Internets, nicht in Sicht – im Gegenteil. 2009 besaßen 6,31 Millionen Menschen in Deutschland ein internetfähiges Mobiltelefon, bis Mitte 2014 hat sich die Anzahl der Nutzer auf 41,1 Millionen Menschen erhöht. Mit dem „Internet in der Hosentasche“ wird Shopping unabhängig von Raum und Zeit – gekauft wird in der Bahn, im Wartezimmer oder am Arbeitsplatz.

Doch was bedeutet das für die Unternehmen? Klar – der Kundenwunsch muss bedient werden, sonst macht es jemand anderes, die Konkurrenz ist mindestens so groß wie die Erwartungen der Kunden. Eine schnelle Lieferung und unkomplizierte Retourenabwicklung zählen mit zu den Top-Einzelkriterien der Online-Shopper. Wer hier schwächelt, verliert seine Kunden schnell an die Wettbewerber.

Diese hohen Anforderungen können nur durch hocheffiziente und flexible Lager- und Betriebsprozesse gewährleistet werden. Im Distributionszentrum liegt in der Optimierung von Hard- und Software viel Potential verborgen, auch wenn das Lagersystem bereits automatisiert ist. Herkömmliche Anlagen sind in der Regel auf eine Auslagerung in Richtung der X-Achse, zur Stirnseite der Gassen hin, ausgelegt. Den vertikalen Weg zur Fördertechnikebene auf der Y-Achse erledigen Regalbediengeräte oder Lifte. Aufgrund ihrer Bauart ist die Anzahl der Lifte beschränkt, was unweigerlich zu Engpässen bei der Ein- und Auslagerung führt, das wiederum begrenzt die Anzahl der Transferplätze. Der Versuch, die Leistung mittels zusätzlichen Shuttles zu erhöhen, zwingt folglich die Fördertechnik in die Knie.

Skalierbarkeit der Analgen schafft langfristig  Prozesssicherheit

Die sich ändernden Bedingungen erfordern neue Lösungen und die Erweiterung des Blickfeldes – und das heißt, alle Dimensionen im Lager miteinzubeziehen. Die Anlagenkonzeption nach der patentierten 3D-MATRIX Solution® von SSI Schäfer verfolgt genau diesen Ansatz konsequent und ermöglicht, die Anlage auf allen drei Prozessebenen mit beliebig vielen Systemkomponenten zu bestücken. Die Entkopplung aber parallele Durchführung der Transporte auf den drei Lagerachsen sowie die Möglichkeit zur dynamischen Einlagerung und gleichzeitiger, sequenzierter Auslagerung aus einem Lagerpuffer steigern die Effizienz des gesamten Materialflusssystems.

3D-Matrix-Solution von SSI Schäfer: Anlagen auf allen drei Prozessebenen mit beliebig vielen Systemkomponenten bestücken

Stetige Prozess- und Anlagenoptimierungen werden in den nächsten Jahren auch weiterhin zur festen Größe der Distributionsabläufe im Handel gehören. Das gilt sowohl für die Systemebene wie auch für die IT. E-Commerce und Multi-Channel-Distribution stellen Unternehmen vor die Herausforderungen eines sich schnell änderndes und wachsenden Artikelspektrums, der Forderung nach permanenter Verfügbarkeit und hoher Versandgeschwindigkeit, sowie zahlreicher Retouren. Die Bewältigung der steigenden Komplexität kann nur durch den Einsatz von effizienten Automatisierungstechnologien erzielt werden. Dynamische Systemlösungen wie die 3D-MATRIX Solution® sorgen dank ihrer Flexibilität und Skalierbarkeit für zukunftsorientierte Variabilität und Investitionssicherheit.

Steigende Anforderungen als Chance begreifen

E-Commerce ist nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart, und schreitet mit großen Schritten voran. Der Online-Handel offenbart immer neue Facetten, auf die die Branche reagieren muss. Die Weiterentwicklung von Verbindungen und Endgeräten, sowie die Etablierung gesellschaftlicher Trends, wie beispielsweise der Handel mit verderblichen Lebensmitteln über das Internet (Verdopplung seit 2011), stellen die Unternehmen vor immer neue Aufgaben, die sie bewältigen müssen.

Was die Zukunft bereithält, lässt sich nur sehr ungenau vorhersagen. Manches, das in der Vergangenheit als vielversprechend galt, ist längst begraben, Anderes war Nischentrend und gehört heute zum Standard. Der beste Weg, um gut gerüstet gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen, ist der Einsatz von flexiblen und höchst skalierbaren Anlagen. Das bringt die nötige Sicherheit und verwandelt überraschende Marktentwicklungen in klare Alleinstellungsmerkmale.

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